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Der Rathausturm zu Gera



Wenn man im Rathausturm die 161 Stufen vom Marktplatz bis zur Türmerstube emporsteigt, hat man aus einer Höhe von 33,55 Meter einen reizvollen Überblick über die langgestreckte Stadt am Mittellauf der Weißen Elster. Die Länge der Stadt am Flußlauf beträgt etwa 12 Kilometer. Der Blick reicht vom Zoitzberg und vom Heeresberg im Süden über die Autobahn A 4 bis zum Chemiewerk Bad Köstritz im Norden.

Zahlreiche Schulen sind zu sehen, die unter Denkmalschutz stehen, sowie historisch bedeutsame Kirchen. Am Rande der Altstadt, nur wenige Schritte vom Rathaus entfernt, erblickt man in östlicher Richtung das Museum für Naturkunde   (mit dem darunter liegenden Eingang in die Höhlermuseen), im Nordwesten das Stadtmuseum mit dem Türmchen und im Südosten das Museum für Angewandte Kunst.

Der Blick auf das Zentrum des Stadtteils Untermhaus mit dem Geburtshaus von Otto Dix und dem Otto-Dix-Museum sowie mit Geras ältester Kirche St. Marien und auf die Orangerie am Küchengarten wird durch ein Hochhaus verdeckt.

Der Rathausturm ist an jedem Wochenende von 14 bis 17 Uhr für Besucher zugänglich.

An jedem 2. und 4. Sonnabend im Monat sind Junge Stadtführer auf dem Turm und erläutern ihren Gästen auf Wunsch die Sehenswürdigkeiten der Stadt, aber auch die Geschichte des Rathauses und die Bildergalerie von Heinz Xylander, dem letzten Bewohner des Turmes, in der Türmerstube sowie das Glockenspiel in der Turmlaterne.

Über der Türmerstube, in einer Höhe von 36,60 m, befindet sich nämlich die Stube des Glockenspielers mit dem Spieltisch. Das Glockenspiel hängt ganz oben in der oktogonalen Turmlaterne und kann nur manuell zum Klingen gebracht werden. Wenn das Glockenspiel ertönt, dann hört man den Klang der 37 Glocken weit über die Altstadt hinaus.... 

 

Sonntag, 20.Mai.2012 17:48:36